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spielend zur realität

Ziemlich eindrucksvoll und realitätsnah, dieser Trailer, dachte ich bei meinem letzten Kinobesuch während der Werbung. Und von welchem Krieg der Film wohl handeln würde. Als dann der vermeintliche Filmtitel eingeblendet wurde, war ich überrascht, dass es sich um Battlefield 3 handelte.

Dass ich mich nicht sonderlich in der Gamingszene auskenne, vor allem nicht mit Shooterspielen, mag zu dem Irrtum beigetragen haben. Aber es zeigt doch ganz deutlich, wie realitätsnah das Setting der Spiele ist. Fotorealismus ist das Paradigma der Gamesindustrie; der Spieler soll mindestens das Umfeld für echt halten. Und dass ich selbst auf der Kinoleinwand nicht bemerkt habe, dass es sich hier um programmierte Bilder handelt, bedeutet doch nur, dass die Spieleentwickler und -visualisierer ihren Job ganz schön gut machen.

Täuschend echt sieht das Spiel aus. Das geht mir seit Wochen durch den Kopf. Was bedeutet es, wenn die Spiele wie reale Ereignisse aussehen? Ich möchte jetzt keine Killerspiel-Kritik anzetteln, das können andere machen. (Alle bisherigen Untersuchungen zeigen, dass Fernsehen die Aggressivität sogar mehr erhöht als das Spielen von Ego-Shootern.) Wenngleich das ständige Herumballern den Spieler stressen muss. Aber gestresst bin ich auch vom Stroboskoplicht auf der Tanzfläche.

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