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zucker vor dem schlafengehen

Am Anfang liest sich das Buch wie „Schokolade zum Frühstück“ mit einer hipperen Protagonistin in einem hipperen Umfeld mit eingestreuten hippen Songtextzeilen. So hip, so unaufregend. Sonja findet sich zu dick, nicht kreativ

genug für „die Szene“, will den Rockstar, der sie nicht will und fühlt sich neben ihren kreativen, dünnen und erfolgreichen Freunde dumm und dick und fehl am Platz. Irgendwo habe ich das alles schon einmal gelesen.

Aber dann packt es mich: kreativer könnte man schließlich selber sein, selbstbewusster auch und die Freundin gegenüber, ist die nicht hübscher als man selbst? Und man wird hineingesogen in Sonjas Gehirnwindungen. Je selbstgefälliger (und dünner) Sonja wird, desto mehr hasst man sie und sich gleich mit, schließlich sind all diese Gedanken schon selbst gedacht und durchdacht worden.

Kerstin Grether hat ihr Netz ausgelegt, naiv ist man hineingestolpert und nun beginnt sie ihren Fang wieder einzuholen: Man liest und liest und will endlich ein Happy End für Sonja – und für sich. Weiterlesen

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