Getagged: gesellschaft

in was für einem land leben wir eigentlich

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks lockert die Lärmschutzregeln für die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Fußballgucken rund um die Uhr, keine Rücksicht auf Anwohner und Nicht-Ganz-So-Fußballbegeisterte. Schön für die schwarz-rot-goldenen, grölenden Massen.

Aber hier leben, nein danke!

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run, girl, run

Abends zwischen 18.00 und 21.00 Uhr gehört der Park den Läufern. Außer ein paar Hundebesitzer verirrt sich wochentags niemand in den Park, der nicht ausgestattet mit Funktionskleidung und Reflektoren eilig seine Runden dreht. Und auch, wenn ich es mir ungern eingestehe: Ich gehöre dazu. Weiterlesen

die öffentlich-rechtliche mär einer natürlichen gesellschaft

Als gestern Nacht zwischen 23.10 Uhr und 0.25 Uhr laute Empörungsrufe aus meinem Wohnzimmer erschallten, war es mitnichten ein Fußball-Fan der die Zusammenfassung des DFB-Pokal Spiels vom Abend sah. Nein. Ich habe vielmehr versucht, die Gesellschafts-Talkrunde Menschen bei Maischberger zu sehen.

Thema sollte der baden-württenbergische Bildungsplan sein, der vorsieht sexuelle Vielfalt im Unterricht zu behandeln. Nur – leider ging es nicht darum. Weiterlesen

#zeitkiller

Achtung, dies wird ein Blogeintrag über das böse, böse Internet. Einer, der schon hundertfach von anderen geschrieben wurde. Aber ich möchte mich einreihen in die Warteschlange des Lebens.

Ich habe frei. Einen Tag ganz allein für mich. Es ist acht Uhr in der früh und ich bin wach. Ich habe keine konkreten Pläne für heute, deshalb koche ich mir einen Kaffee und hole den Laptop ins Bett. Ich checke meine Mails. Ich überfliege meine favorisierte Nachrichtenseite. Ich checke Facebook.

8.30 Uhr. Die Sonne scheint, ich könnte laufen gehen. Zuerst beantworte ich aber die Facebook-Nachrichten. Weiterlesen

wenn einer eine reise tut …

dann tut er das häufig mit der Deutschen Bahn. Und es ist so, als würde man mit dem Eintritt in den Zug in ein Paralleluniversum eintreten.

Je nach Beweggrund der Reise und der Art des Zuges ändert sich das Universum. Morgens zum Beispiel, in einer Regionalbahn kurz vor sieben. Da sitzen die anonymen Pendler, das Frühstück in leuchtend gelber Pappe und Papiertüten. Weiterlesen

gelesen und für teilenswert befunden

Menschen haben kein natürliches Gespür für Wichtigkeiten. […] Die Leistung der Redaktion ist die Einschätzung. Was ist wichtig? Was ist Unsinn? Was ist anders, als es aussieht? Für diese Einschätzungsgabe arbeiten Redakteure mitunter jahrelang. In Ausbildungen. In Praktika. Im Selbstversuch, meinetwegen. Die Gefahr des Mitmach-Web ist also nicht in erster Linie ein Problem der Arbeitsplätze, sondern der Verlust jeglicher intersubjektiver Wahrnehmung. Wenn die Basis der Beobachtung wegfällt, ist Information wertlos. Wir sind nicht in der Lage, die Schnittmenge aus sechs Milliarden Weltbeobachtungen täglich selbst zu bilden. Deshalb gibt es Medien.

(Thomas Holzinger und Martin Sturmer in Die Online-Redaktion)

do something

Quelle: http://www.interiorsuk.com/g/2012/logos/karine_kong__make_things_happen.jpg

Karine Kong

Man müsste einfach mehr Zeit haben. Mehr Zeit für die Zeitung am Frühstückstisch. Mehr Zeit zum Skypen mit der Freundin im Ausland. Mehr Zeit für den Roman auf dem Nachttisch, fürs Longboardfahren-lernen, zum Im-Park-liegen, zum Leben.

Aufstehen, ins Büro fahren, arbeiten, nach Hause fahren, vielleicht noch zum Sport oder doch lieber durch das Fernseherprogramm (ab)schalten und dann schlafen. Überhaupt mal schlafen. Ständig bin ich müde. Und das, obwohl es so viel zu tun gäbe. Da wartet die berufliche Weiterqualifikation darauf, endlich angegangen zu werden. In Konkurrenz dazu stehen die Freunde, die ich gefühlt viel zu selten sehe. Und eben der Roman, die Idee, das Projekt …

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#aufschrei

Ich gebe zu, ein wenig spät dran zu sein. Vieles wurde schon gesagt über Herrenwitze und Mitarbeiterinnen in kurzen Röcken, vieles wurde missverstanden, manches aus dem Weg geräumt. Eigentlich wollte ich mich nicht zur #aufschrei-Debatte äußern. Nicht, weil ich sie für überzogen oder falsch halte. Einfach deshalb, weil mir die Dichotomie, die im Zuge der Diskussion aufgemacht wird, schwer über die Lippen kommt. Überspitzt heißt es: Männer machen Herrenwitze über Frauen in zu enger Bluse und zu engem Rock. Weiterlesen