warum england brennt

Mit einigem Erstaunen nehme ich die Unruhen in London England wahr, denn mehr als Wahrnehmen geht nicht. Mir fehlt eine Erklärung für die ausufernde Gewalt, mit der die Demonstranten auf die Straße gehen, mir fehlen Begründungen zum Warum, mir fehlen Hintergründe. Dass die Demonstranten sich über den Blackberry-Chat koordinieren – who cares. Auch ohne Internet wäre die Situation eskaliert und doch stürzen sich die meisten Medien auf diese Tatsache (wie schon im arabischen Frühling, bei den Unruhen im Irak …)

Ein Warum und Wie-es-dazu-kam bleibt weitestgehend unbeantwortet. Eine Antwort liefert Robert Rotifer in seinem Blog auf fm4:

„Doch bevor wir die Riots in London als politische Protestbewegung missverstehen: Mit dem ursprünglichen Anlass, dem Tod des Mark Duggan durch eine Polizeikugel, hat das, was jetzt überall in England passiert, überhaupt nichts mehr zu tun. Und auch nicht mit Anarchismus und spontaner Umverteilung.

Sehr wohl aber mit einer Gesellschaft, in der seit Jahrzehnten das Haben zur höchsten Ambition und das Habenwollen zum Lebensinhalt geworden ist. Einer Gesellschaft, die Shopping als einzige befriedigende Freizeitgestaltung kennt, …“

(viaEngland brennt)

Ein Kommentar

  1. Thomas Bittendorf

    Zitat aus http://worldblog.msnbc.msn.com/_news/2011/08/07/7292281-the-sad-truth-behind-london-riot:

    As political and social protests grip the Middle East, are growing in Europe and a riot exploded in north London this weekend, here’s a sad truth, expressed by a Londoner when asked by a television reporter: Is rioting the correct way to express your discontent?

    „Yes,“ said the young man. „You wouldn’t be talking to me now if we didn’t riot, would you?“

    The TV reporter from Britain’s ITV had no response. So the young man pressed his advantage. „Two months ago we marched to Scotland Yard, more than 2,000 of us, all blacks, and it was peaceful and calm and you know what? Not a word in the press. Last night a bit of rioting and looting and look around you.“

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