die leichtigkeit des seins

Sie sind wunderschön. Die Skulpturen von Claire Morgan verzaubern durch filigrane Formen und luftige Geometrie. An seidenen Fäden hängen in regelmäßigem Abstand natürliche Materialien: Obst, Pflanzenblätter, Federn – und tote Tiere.

Bei Claire Morgan sucht man den ausgestopften Hirschkopf oder die wachende Eule allerdings vergebens. Sie präpariert Fruchtfliegen oder Vogelbabys. Auch Kaninchen und schwarze Krähen finden ihren Platz in den Werken der irischen Künstlerin.

by Claire Morgan

Sie versteht es in ihren Werken, geometrische Gleichmäßigkeit in Leichtigkeit umzusetzen, die Starre zur Bewegung zu bringen. Durch die Materialien aus der Natur, aufgehängt an durchsichtigen Fäden, wirken die Skulpturen wie schwebend. Beim zweiten Blick entdeckt man das tote Tier, das in dieser Anordnung aber alles andere als abschreckend scheint. Vielmehr werden die Präparate zu den Protagonisten der Installationen, sie beleben die Skulptur und erzählen die Geschichten. Nie sind die präparierten Tiere in Morgans Installationen tote Tiere.

by Claire Morgan

Für die Fertigung einer Skulptur benötigt Claire Morgan mehrere Wochen oder Monate. Je feinteiliger die Materialien, desto mühseliger wird schließlich das Auffädeln der einzelnen Komponenten. Und dennoch, die stupide Arbeit lohnt sich: Die Werke Claire Morgans beschwingen den Betrachter durch Leichtigkeit. Sie entwickeln eine Ästhetik, die ihresgleichen sucht.

by Claire Morgan

Ich möchte noch erwähnen, dass für die Arbeiten keine Tiere sterben müssen. Claire Morgan verwendet nur Tiere, die ohnehin gestorben sind.

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